Corona-Krise

Kurzarbeitergeld und erbschaftsteuerliche Lohnsumme

 

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben sich zur Behandlung des Kurzarbeitergeldes bei der (Ausgangs)Lohnsumme i. S. d. § 13a Absatz 3 ErbStG abgestimmt. Die gleich lautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 14.10.2020 wurden am 11.12.2020 im ersten Teil des Bundessteuerblatts veröffentlicht.

Aus der Sicht des Arbeitgebers stellt das Kurzarbeiter einen durchlaufenden Posten dar. Somit ist in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung weder ein Aufwand noch ein Ertrag aus der Zahlungsabwicklung zwischen Arbeitnehmer und der Agentur für Arbeit über die Bestandskonten des Arbeitgebers zu buchen.

Nach den o.g. Ländererlassen ist das ausgezahlte Kurzarbeitergeld in solchen Fällen, in denen es bilanziell als durchlaufender Posten behandelt wird, bei entsprechendem Kontennachweis zusätzlich zum in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Lohn- und Gehaltsaufwand bei der Ermittlung der Lohnsumme zu berücksichtigen.