Einkommensteuer

VuV – Umschuldung eines Fremdwährungsdarlehens (BFH)

 

Nimmt der Steuerpflichtige ein Darlehen auf, um ein Fremdwährungsdarlehen abzulösen, welches er zur Anschaffung eines Vermietungsobjekts verwendet hat, sind die Schuldzinsen nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzuziehen, soweit das Darlehen zur Bezahlung des bei der Umschuldung realisierten Währungskursverlusts verwendet worden ist.

Das Wechselkursrisiko – sowohl positiv als auch negativ – wurde nicht durch die Vermietung und Verpachtung veranlasst. Dies ist selbst dann der Fall, wenn das Fremdwährungsdarlehen dazu verwendet wurde, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu bezahlen. Deshalb ist der Mehraufwand, ebenso wie die Tilgung, der nicht steuerbaren Vermögenssphäre zuzuordnen.

(BFH, Urteil v. 12.3.2019 – IX R 36/17; veröffentlicht am 22.8.2019)