Einkommensteuer

Wegen Bulimie erhöhte Lebensmittelkosten keine agB (FG)

Durch Bulimie verursache erhöhte Lebensmittelkosten sind nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Es handle sich nicht um originäre Aufwendungen im Krankheitsfall, die dem Anwendungsbereich des § 33 Abs. 1 EStG zugeordnet werden können, sondern vielmehr um Kosten der privaten Lebensführung, die dem Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 EStG unterfallen.

Die zusätzlichen Lebensmittelkosten dienten nach Auffassung des FG weder der Heilung noch der Linderung der Erkrankung der Ehefrau des Klägers. Sie seien vielmehr Ausdruck ihrer Erkrankung (ausdrücklich zur Bulimie siehe Arndt in Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, EStG, Stand Dezember 2018, § 33 C 44). Die Nahrungsmittel haben für die Ehefrau keine therapeutische Notwendigkeit, da die Kosten nicht auf die Wiederherstellung der Gesundheit der Klägerin oder der Genesung ihrer Erkrankung abzielen würden.

(; Revision nicht zugelassen).